Die Lagerhaltung effizienter gestalten: Tipps

22 MAI 2017

Die Lagerhaltung effizienter gestalten: Tipps

Die Organisation eines Lagers entscheidet wesentlich über die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Dabei verdienen zwei Aspekte Aufmerksamkeit: Erstens kommt es auf die räumliche Aufteilung an. Zweitens spart eine weitgehende Automatisierung Ressourcen.

Das Lager optimal planen

Mit dem statischen und dem dynamischen Lagersystem gibt es zwei grundsätzliche verschiedene Methoden. Beim statistischen System befinden sich bestimmte Produkte immer am gleichen Platz. Dynamisch bedeutet dagegen, dass die Plätze wechseln. Das Festplatzsystem kann sich eignen, wenn sich ein Sortiment selten ändert. Zudem erkennen Komissionierer sofort, wenn der Lagerbestand nicht stimmt. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass Unternehmen freie Lagerplätze flexibel mit einer anderen Ware belegen können. Der Raum lässt sich besser nutzen.

Modernes Warenwirtschaftssystem einsetzen

Hochwertige Warenwirtschaftssysteme erleichtern sämtliche Aufgaben vom Einkauf über die Lagerhaltung bis hin zum Verkauf. Solche Programme gibt es auch speziell für Onlineshops, sie lassen sich dank Schnittstelle direkt mit dem Shop und E-Commerce-Plattformen verbinden. Über diese Systeme lässt sich der aktuelle Lagerbestand kontrollieren, die Erfassung findet am Wareneingang sowie beim Kommissionieren beziehungsweise am Warenausgang statt. Wenn die Nutzer entsprechende Daten eingeben, erfolgt eine Warnung beim Unterschreiten des Mindestbestands, informiert das Gründerportal Gruendercheck.com. Einkäufer können sofort nachbestellen. Dokumente wie ein Auftragsbestätigung, einen Lieferschein und eine Rechnung erstellen Warenwirtschaftssysteme automatisiert.

Innovative Systeme für das Kommissionieren

Das Warenwirtschaftssystem generiert zudem eine Kommissionierliste für jeden Auftrag, sodass die Kommissionierer die Waren für einen Kunden den Lagerplätzen entnehmen können. Dafür gibt es mehrere Optionen. Das Kommissionieren mit einem ausgedruckten Pick-up-Zettel stellt die traditionelle Variante dar, verliert aber aufgrund der Ineffizienz an Bedeutung. Picker müssen zuerst die Listen abholen und anschließend die einzelnen Positionen abhaken. Mehr Effizienz garantieren neue Systeme, die per Funk mit der Software verbunden sind. Sie minimieren den Zeitaufwand und die Fehlerquote. Bei einem Barcodescanner erscheinen die einzelnen Artikel mit dem Standort auf dem Display. Nach dem Scannen der jeweiligen Artikel verbucht er sie elektronisch, das Warenwirtschaftssystem reduziert den Lagerbestand. Beim Pick-by-Voice tragen die Picker ein Headset, eine elektronische Stimme lenkt die Mitarbeiter. Die Warenentnahme bestätigen sie mittels Sprache. Sie haben stets beide Hände für die eigentliche Arbeit frei.